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Herr Rechtsanwalt Dr. Kramp bildet sich als Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht regelmäßig fort. Nunmehr hatte er am 30.05.2014 an einer mehrstündigen Fortbildung zu den Themen:

 

  • Die D & O Versicherung
  • Scheindienst- und Scheinwerkverträge
  • Verantwortung und Haftung von Vereinsvorständen und von Vereinsmitgliedern

 

teilgenommen.

 

D & O Versicherung

 

Die Haftungsrisiken für Manager, Geschäftsführer und Vorstände nehmen stetig zu. Die Summen, welche auf die betroffenen Personen zukommen können sind regelmäßig existenzgefährdend. Vor allem Insolvenzverwalter machen sich inzwischen einen Sport daraus, Haftungsansprüche gegen Geschäftsführer zu prüfen und durchzusetzen. Aber auch Fremdgeschäftsführer sehen sich immer häufiger bei missglückten unternehmerischen Entscheidungen Haftungsansprüche, welche von den Gesellschaftern initiiert werden, ausgesetzt.

 

Insofern ist zumindest Fremdgeschäftsführern zu empfehlen, darauf zu dringen, dass eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen wird. Diese Haftpflichtversicherungen haben sich im angelsächsischen Raum entwickelt und heißen D & O Versicherung (Directors and Officers). Sie ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Organe von juristischen Personen. Versichert werden können Organe von juristischen Personen wie Vorstände und Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften, Geschäftsführer von GmbH´s sowie Vorstände von Vereinen. Geschäftsführende Gesellschafter von Personengesellschaften können nicht versichert werden. Bei der D & O Versicherung handelt es sich um eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung, welche nur Vermögensschäden und keine Personenschäden oder Sachschäden abdeckt. Die Versicherung wird in der Regel von der Gesellschaft abgeschlossen. Versicherte Personen sind die entsprechenden Organe. Inzwischen gibt es jedoch auch Versicherungen, bei denen sich die Organe selbst versichern können. Die Versicherung deckt die Schäden ab, die die versicherte Personen einem anderen – in der Regel der Gesellschaft – wegen einer schuldhaft begangenen Pflichtverletzung zugefügt hat. Die Versicherung übernimmt die Abwehr von unberechtigten Schadensersatzansprüchen und zahlt auf berechtigte oder rechtskräftig festgestellte Schadensersatzansprüche. Dabei betreffen 80 % der Fälle so genannte Ansprüche auf Innenhaftung (§ 43 GmbHG, §§ 93,116 Aktiengesetz, §§ 34, 41 GenG). In fast allen Fällen währenden Ansprüche von der Gesellschaft selbst gegen ihre Organe oder ehemaligen Organe geltend gemacht. Sämtliche Mitglieder der Geschäftsführung haften gesamtschuldnerisch; eine Ressort Verteilung gewährt nicht zwingend Schutz vor Verletzungen von Mitgeschäftsführern. Bei der Rechtsverteidigung ist zu beachten, dass das Gesetz eine Beweislastumkehr zulasten der Geschäftsführung vorsieht. Dies erschwert eine Rechtsverteidigung, da die relevanten Unterlagen häufig bei der Gesellschaft und nicht mehr bei dann ehemaligen Organ sind.

 

Trotz der Existenzgefährdung, welcher sich die Fremdgeschäftsführer bei Verfolgung von Haftpflichtansprüchen durch die Gesellschaft oder den Insolvenzverwalter ausgesetzt sehen ist eine D & O Versicherung immer noch nicht üblich. In Deutschland sind deutlich unter 50 % der Fremdgeschäftsführer versichert während in USA nahezu 100 % der Fremdgeschäftsführer eine solche Versicherung haben.

Heilbronn, den 11.7.2014

 

 

 

 

Dr. Kramp

Rechtsanwalt und

Fachanwalt für Handel- und Gesellschaftsrecht

Rechtsanwalt und Fachanwalt Dr. Andreas M. Kramp
Anwaltskanzlei
Dr. Andreas M. Kramp
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