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Welche Schwierigkeiten die gemeinsame Verwaltung des Nachlasses den Erben bereiten kann, erfuhren Mitglieder einer Erbengemeinschaft durch den Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 05.02.2014, Az. 15 W 1/14.

 

Im Nachlass befand sich eine Immobilie. Ursprünglich wurde diese Immobilie durch ein Bankdarlehen finanziert. Hierfür war eine Grundschuld eingetragen. Das Bankdarlehen war bereits getilgt, die Grundschuld jedoch noch nicht gelöscht. Nun verweigerten einzelne Miterben die Mitwirkung an der Verwaltung des Nachlasses. Die Mehrheit der Erben wollte die Grundschuld löschen lassen und stellte einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Grundbuchamt. Das Grundbuchamt und im Rahmen der Beschwerde auch das Oberlandesgericht Hamm verweigerten jedoch die Löschung der Grundschuld wegen der fehlenden Mitwirkung der weiteren Erben. Zwar hatten die beantragenden Erben die Mehrheit an der Erbengemeinschaft. Auch spreche einiges dafür, dass die Löschung nicht valutierender Grundschulden zur ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlass gehörten, für welche nach § 2038 BGB die Miterben mit einfacher Mehrheit entscheiden können. Jedoch verlangt § 27 GBO und § 1183 BGB für die Löschung einer Grundschuld die Zustimmung des Eigentümers, bei mehreren Eigentümern unter einer Erbengemeinschaft aller Mitglieder dieser Gemeinschaft.

Das Oberlandesgericht stellte fest, dass die Frage, ob die Löschung der Grundschuld noch von der ordnungsgemäßen Verwaltungsbefugnis der Mehrheit der Miterben gedeckt sei, in dem formalisierten Verfahren nach § 27 GBO nicht überprüft werden könne.

 

Diese Entscheidung zeigt exemplarisch, welche Schwierigkeiten auf die Mitglieder einer Erbengemeinschaft zukommen können, wenn nicht alle an einem Strang ziehen. Zumindest für Verfügungen wird grundsätzlich die Mitwirkung aller Erben benötigt. Wenn einzelne Miterben nicht mitwirken, sollten sich die einzelnen Miterben der Hilfe eines im Erbrecht versierten Anwaltes versichern. Auch kann Ihnen Ihr Anwalt helfen, die Erbengemeinschaft auseinanderzusetzen.

 

 

 

Erblassern ist anzuraten, sich bei der Abfassung Ihres Testamentes Gedanken darüber zu machen, ob die Erben einvernehmlich die Erbschaft verwalten bzw. auseinandersetzen können. Sollte der Erblasser hieran Zweifel haben, so hat er die Möglichkeit, in dem Testament die Testamentsvollstreckung anzuordnen.

 

Bei der Gestaltung dieses Testamentes berät Ihr Anwalt Sie gerne.

 

Auch kann es sich bei verschiedenen familienfremden Erben oder erheblichen Streitigkeiten im Familienkreis anbieten, einen professionellen Testamentsvollstrecker – etwa einen von der DVEV zertifizierten Testamentsvollstrecker – zu ernennen.

 

Ihr Experte für Erbrecht aus Heilbronn

 

 

Dr. Kramp

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht

 

Rechtsanwalt und Fachanwalt Dr. Andreas M. Kramp
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