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Testamente

Um wenig wird so erbittert gestritten wie um das Erbe. Ein sachkundiges und professionell errichtetes Testament kann helfen, diesen Streit zu vermeiden.

Jeder Mensch kann durch eine letztwillige Verfügung bestimmen, was nach seinem Tod mit seinem Nachlass geschehen soll. Ein Testament kann notariell oder eigenhändig errichtet werden. Ein eigenhändiges Testament muss vollständig mit der eigenen Hand des Erblassers geschrieben und unterschrieben werden. Auch sollte es Ort und Zeit der Errichtung enthalten. Falls auch nur ein Teil des Testamentes mit dem Computer/einer Schreibmaschine oder handschriftlich von einer 3. Person geschrieben sein sollte, wäre das Testament formnichtig und damit ungültig. Auch muss Sorge dafür getragen werden, dass der Begünstigte das Testament auch auffindet.

Das Erbrecht und die Besonderheiten des Schenkungssteuerrechts und des Erbschaftsteuerrechtes bieten zahlreiche Möglichkeiten, ein Testament individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten zu gestalten. Nur so kann der gesamte gesetzliche Spielraum genutzt werden und das Vermögen optimal an die nachfolgende Generation weitergegeben werden.

Im Internet, in Zeitschriften und Büchern kursieren zahlreiche Muster. Solche vorformulierten Testamente können jedoch den Einzelfall oft nicht erfassen. Auch können Laien den Inhalt dieser vorformulierten Standardtestamente sowie die rechtliche Tragweite eventuell von Ihnen vorgenommenen individuellen Änderungen nicht erfassen. Da man den Erblasser nach seinem Tode nicht mehr nach seinem Willen fragen kann, besteht die Gefahr, dass dieses abgeschriebene Testament falsch verstanden wird, so es denn formal ordnungsgemäß erreicht wurde und von den Begünstigten aufgefunden wird.

Zuhause aufbewahrte Testamente werden häufig von denjenigen aufgefunden, zu deren Lasten diese Testamente gehen und verschwinden dann. Auch ist eine Vielzahl der von Laien errichteten Testamente formell unwirksam, weil aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis die strengen Formvorschriften der eigenhändigen Errichtung und Unterzeichnung des Testamentes missachtet werden. Auch entsteht häufig Streit darüber, ob das vorgefundene Schriftstück ein endgültiges Testament oder lediglich einen Entwurf darstellt.

Im Streitfall muss ein Richter feststellen, ob und was der Erblasser mit seiner Formulierung gewollt hat. Dabei ist die Gefahr groß, dass es nicht zu einem Ergebnis kommt, welches der Erblasser nicht wollte. Darüber hinaus löst ein Streit um das Erbrecht erhebliche Kosten aus und belastete das Miteinander der Hinterbliebenen. Ein Rechtsstreit kann viele Jahre dauern und sorgt in der Regel dafür, dass die Familienmitglieder heillos zerstritten sind.

Nur etwa 1/3 aller Deutschen haben eine letztwillige Verfügung errichtet. Dabei hat schätzungsweise die Hälfte auf eine Beratung durch einen Rechtsanwalt oder einen Notar verzichtet. Es gibt Schätzungen, nach denen über 80 % der selbst errichteten Testamente bereits aus formalen Gründen unwirksam sind oder aber der letzte Wille des Erblassers wegen falsch gewählter Formulierungen nicht erreicht werden kann.

Ein Testament sollte daher von einen auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Erbrecht entworfen werden. Dieser trägt dann auch Sorge dafür, dass das Testament formwirksam errichtet wird und kann bei einer Hinterlegung des Testamentes zur besseren Auffindbarkeit nach dem Tode des Erblassers Sorge tragen.

Im Rahmen eines Testamentes kann der Erblasser bestimmen, was mit seinem Vermögen nach seinem Tode geschieht. Er kann auch bestimmen, wer welche Vermögensgegenstände erhält (Teilungsanordnung/Vermächtnis) und einzelnen Personen bestimmte Auflagen auferlegen. Er kann einzelne Personen durch Enterbung von dem Erbe ausschließen und mittels eines Vermächtnisses Vermögensgegenstände zuwenden, ohne dass die begünstigten Personen Mitglieder der Erbengemeinschaft werden.

Auch kann in dem Testament geregelt werden, wer sich um das Grab des Erblassers kümmert. Auch in Familienverbände, welche nicht der Rechtsform des BGB entsprechen wie nichteheliche Partnerschaften und Patchwork Familien können die Lebenspartner und deren Abkömmlinge mit Testament abgesichert werden. Bei Lebenspartnern welche zusammen Leben und Ehegatten ist darauf zu achten, dass diese den Hausrat erhalten.

Folgende sind die hauptsächlichen Testamentsformen:

Einzeltestament

Gemeinschaftliches Testament/Ehegattentestament

Erbvertrag

Berliner Testament

Geschiedenentestament

Unternehmertestament

Behindertentestament

Testamente nicht verheirateter Paare/Patchworkfamilie

Testamente gleichgeschlechtlicher Paare

Testamente Alleinstehender

Testament und Hoferbe

Testament bei überschuldeten Erben

 

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Dr. Andreas M. Kramp
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